Der Sächsische Bildungsplan

ist Grundlage für die Gestaltung der pädagogischen Arbeit in den Kindertagesstätten. Es gilt, Bildung als einen Prozess zu verstehen, der auf Wohlbefinden und Dialog, Wahrnehmung und Beteiligung, Ordnung und Entdecken setzt. Bildung durch Selbstständigkeit und Selbstbildung = der Anteil des Kindes an seiner eigenen Entwicklung. Darüber hinaus haben wir als Kindertageseinrichtung einen ganzheitlichen Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag wahrzunehmen. Dieser dient vor allem:


1. dem Erwerb und der Förderung sozialer Kompetenzen (Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft und Gemeinschaftsfähigkeit)
2. der Ausbildung von geistigen und körperlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten und dem Erwerb von Wissen und Können



Der Sächsische Bildungsplan beinhaltet 6 Bildungsbereiche: (Abbildung)



Der situationsorientierte Ansatz (nach Armin Krenz)

Dieser Ansatz wird von der Haltung und dem wertschätzenden Menschenbild geprägt, das von einer ganzheitlichen Pädagogik ausgeht. Es handelt sich weniger um eine pädagogische Technik oder didaktische Methode.

Die Säulen der Arbeit:

  • den Kindern wird ein hohes Maß an Wertschätzung entgegen gebracht
  • aktuelle Situationen werden berücksichtigt und aufgegriffen
  • jeder Tag ist bedeutend für die Entwicklung des Kindes
  • der/die ErzieherIn sind Lehrende und Lernende zugleich


Im Vergleich zu anderen pädagogischen Ansätzen liegt der Focus der Arbeit sowohl auf den Kindern mit ihren Lebenssituationen, als auch auf den pädagogischen Fachkräften, die sich selbst und Ihr Handeln immer wieder neu reflektieren. Kinder erhalten die Möglichkeit, mit Ihrem Erleben und Verhalten handlungsleitend zu sein. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn sie von ErzieherInnen begleitet werden, die sich ihrer Rolle bewußt sind.

Zur Zielsetzung des Ansatzes

Man unterscheidet drei verschiedene Ebenen, auf denen die Kinder Ihre Erfahrungen sammeln. Das ganzheitliche Erleben, das diese drei Ebenen verbindet, ermöglicht ihnen, ihr gegenwärtiges Leben zu verstehen und tägliche Situationen meistern zu können.

Emotionale Ebene: (Nach-)Erleben von Lebensereignissen, die Kinder bewegen
Kognitive Ebene:      Verständnis des Erlebten
Handlungsebene:   Möglichkeit zur Aufarbeitung

Bei der Umsetzung dieser ganzheitlichen Pädagogik wird darauf geachtet, die individuellen Erfahrungen und Erlebnisse eines jeden Kindes , soweit wie möglich, zu berücksichtigen. Dadurch erlangen Kinder eigene, lebenspraktische Fähigkeiten (Kompetenzen) und erweitern diese. Sie vergrößern ihren Erfahrungshorizont, ihr Selbstbewusstsein und lernen selbstständig zu denken und zu handeln. Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet die Vernetzung von Situationen im Kindergarten und außerhalb des Kindergartens, um zu vermeiden, dass es zu künstlich hergestellten idealtypischen Situationen kommt.

Der Situationsorientierte Ansatz schließt ein planvolles Vorgehen keinesfalls aus. Es geht jedoch nicht darum. Projekte und Angebote für Kinder zu planen, um bestimmte Defizite aus Sicht der Erwachsenen zu beheben, sondern vielmehr um das Ansetzen "am Kind" und dessen "Lebensplänen".



Die 5 Kneippschen Säulen nach Sebastian Kneipp


"Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel." (Sebastian Kneipp)